Die Aufführungen fanden am 26. und 27. April sowie am 02. und 03. Mai 2006
in der Aula der IGS Brachenfeld statt.
Bilder der Aufführung vom 02.Mai 2006
Fotos der Aufführung vom 03.Mai 2006
Verschiedene Großaufnahmen aus der Lichtregie
Fotos von Nils Handler
Bilder von der Probenfreizeit in Westensee
Bildschirmpräsentation aus der 'Schulkonferenz'
(als PDF, 1MB)
Songtexte
Programmheft der Besetzungsgruppe A (PDF)
Programmheft der Besetzungsgruppe B (PDF)
Autogramme der Schülerinnen und Schüler (PDF 1,8MB)
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![]() Zeitungsartikel aus dem Courier vom 25.04.2006 |
'Alles wird gut' ist ein Märchen,
das sich weniger auf die Vergangenheit bezieht als auf die Zukunft.
Es gibt ähnliche Zufälligkeiten, aber alle Ähnlichkeiten sind zufällig.
I - Wie alles begann.
Unsere Geschichte beginnt mit dem Frühstück bei Kramers, Eigentümer eines Sanitätshauses. Man diskutiert die Frage der Kinder, was eine 'Reform' sei, ohne nennenswertes Ergebnis.
Kruses betreiben ein Reformhaus. Während die älteren Damen der Stadt sich über Naturheilprodukte informieren, kommen die Kinder aus der Schule zurück. Zu diesem Zeitpunkt sehen sie ihre Mutter Ellen Kruse vorerst zum letzten Mal, denn sie erleidet einen dramatischen Unfall mit dem ätherischen Öl der Teufelskralle (Hapargophytum procumbens) und muss mit einer schweren Wadenverätzung umgehend ins Elisabeth-Alsabebfosul-Krankenhaus eingeliefert werden. Dort hat unterdessen eine Personalversamlung begonnen, in der der Entschluss verkündet wird, noch neuer, besser, schneller und kostengünstiger werden zu wollen. Das Haus steht unmittelbar vor der Qualitätsoffensive 'SEGEN' (='selbst erzieltes Genesen'). Wie Pfleger Erwin befürchtet auch das übrige Pflegepersonal, in Zukunft überflüssig zu sein.
Mittlerweile verkauft Sanitätshaus-Inhaber Martin Kramer einer Kundin ein Angoraleibchen. Die Kundin ist derart zufrieden mit dem Service des Chefs, dass es zur Eifersuchtsszene mit Ellen Kramer kommt. Ellen verlässt Martin und begibt sich ins EAK, um dort endlich ihre chronische Ellenbogenentzündung auskurieren zu lassen.
Die Kinder unserer Familien (Hanno und Wiebke Kruse, Dustin und Marie-Jo Kramer) gehen natürlich auch auf eine Schule, nämlich aufs Ernst-von-Hallmackenreuther-Gymnasium. Auch dort hat man sich entschlossen, noch besser und neuer werden zu wollen. Abgesehen von einer noch besseren Anbindung ans Internet konzentriert man sich hier auf die Kompetenz-Initiative 'EVA2.0', nachdem man mit der ursprünglichen EVA schon so gute Erfahrungen gemacht hatte (EVA='eigenverantwortliches Arbeiten'). Die Lehrkräfte sehen die Neuerungen mit Skepsis und wünschen sich eher die gute alte Zeit herbei. Unterdessen werden Ellen Kruse (Privatpatientin) und Ellen Kramer (Kassenpatientin) im EAK trotz aller Reformen recht gut versorgt. Allerdings bekommen auch sie die durchsetzungsfreudige Entschlusskraft von Oberschwester Hildegard und Schwester Ingrid zu spüren, die sich auch auf die Arbeitsbedingungen aller anderen Lernschwestern, Schwesternhelferinnen, Schwesternhelferinnenanwärterinnen und Schwesternhelferinnenanwärterinnen auf Probe täglich auswirkt.Von all dem merken Wiebke, Hanno, Marie-Jo und Dustin wenig; ihr Schulalltag verläuft (noch) recht normal, vor allem wenn sie Erdkunde bei Herrn Stüber haben. Dem gelingt es einfach nicht, die Sache mit Indien, den Monsunen, Hamburg, Kalkutta, dem Ganges und der Elbe zu erklären.
Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die gegenwärtigen Zustände im Krankenhaus und an der Schule von den beiden Auswertern untersucht und zusammengefasst. Beim gemeinsamen Abendessen stellen sie fest: Sie werden der allgemeinen Schlamperei ein Ende bereiten und alle fit machen für die Herausforderungen der Zukunft, denn egal ob Schule oder Krankenhaus: Irgendwie ist alles dieselbe Grütze.
II Alles wird anders.
Im Krankenhaus gibt es erste Neuerungen. Zur schnelleren Abwicklung der Routinearbeiten erhalten alle Patienten eine ID-Nummer, ferner wird die Ausführlichkeit der Sprache auf ein notwendiges Minimum reduziert. - In der Schule ist man noch nicht ganz so weit, zunächst wird versucht, die gesamte Schulkonferenz mit einer Powerpoint-Präsentation über die anstehenden Neuerungen zu informieren. Dennoch erreichen die Reformen allmählich den Unterricht: Deutschlehrerin Frau Schulze soll nach Möglichkeit keine Märchen mehr im Unterricht behandeln, weil man sie für alt, überholt und unzeitgemaß hält.
Im Krankenhaus können sich Ellen Kramer und Ellen Kruse endlich ihren dringenden Operationen unterziehen. Dabei erfahren wir, dass beim neuen 'Rooming-In-Verfahren' besonders effektiv gearbeitet werden kann, weil sich mehrere Patienten inklusive des versammelten Fachpersonals in einem OP befinden. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis erfahren wir noch ein wenig über Oberschwester Hildegards Privatleben. Ihre leibliche Schwester hat nämlich ein besonderes Verhältnis zu Vogelnestern, deswegen baut sie gelegentlich welche aus Polyvinylchlorid. Doch das nur am Rande.
-PAUSE-
III - Alles wird gut.
Ellen, die privateWade, und Ellen, der Kassen-Ellenbogen erwachen aus der Narkose. Noch sind sie ein wenig benommen, und das ist vielleicht auch besser. So bekommen sie die letzten Neuerungen im EA-Health-Center nicht zu sehr zu spüren. Pfleger Erwin gehen die Veränderungen an seinem Arbeitsplatz allmählich über die Hutschnur, und es kommt zur dramatischen Auseinandersetzung mit dem zuständigen Auswerter.
In der Schule wurden Deutsch- und Matheunterricht zusammengelegt. Frau Schulze und Herr Kröger bemühen sich um dynamisch-gelungenes Team Teaching. Für Frau Schulze ergeben sich inzwischen viele Fragen; und wo könnte sie die besser stellen als in ihrem Song...?
Mittlerweile schlägt das Gesundheits-Konzept 'SEGEN' bei Abschaffung aller Krankenbetten gnadenlos zu. Den Patienten und Patientinnen im EA Health Center wird beigebracht, wie sie gegenseitig gesundend aufeinander einwirken können. Die Begeisterung der Betroffenen hält sich jedoch in Grenzen, sie beschließen daher die Gründung des Selbsthilfe-Vereins 'ETPSSHEMFMBDGAPP'. Solch ein Verein könnte sicher auch manchem in der Schule weiterhelfen, wo inzwischen der Kurzzeitunterricht bei Ganztagsbetreuung eingeführt wurde. Das Lernen im Liegen (Lernphasen) wird ergänzt durch extrem kurze Informationseinheiten (Impulsphasen). Lehrer gibt es schon längst nicht mehr. Sie sind genauso überflüssig geworden wie viele andere Funktionsstellen im ehemaligen 'Krankenhaus' und in der ehemaligen 'Schule', die sich jetzt als Kompetenzzentrum bezeichnet. So muss für viele wichtige Bestreiter und Mitstreiter unserer liebgewonnenen Reformen eine neue, bessere Verwendung gefunden werden, was auch überraschend schnell und gut gelingt. Die sicherlich überraschendste Karriere macht dabei unser lieber Pfleger Erwin.
Und so ist alles anders geworden, und alle sind etwas anderes geworden.
Alle? --- Nein. Die Schülerinnen und Schüler sind immer noch Schülerinnen und Schüler.
Besetzungsgruppe A (zweite und vierte Aufführung):
Familie Kramer (Sanitätshaus)
Ellen Kramer: Hanna Struhl
Martin Kramer: Philip Jöhnck
Marie-Jo Kramer: Stephanie Yvonne Tretow
Dustin Kramer: Sebastian Will
Familie Kruse (Reformhaus)
Ellen Kruse: Joanna Weinrich
Bernd Kruse: Nico Reese
Wiebke Kruse: Blanca von Stülpnagel
Hanno Kruse: Jonas Schröder
Im Krankenhaus
Verwaltungsleiter Hannes Stuckenbrock: Mark Christoph Klee
Dr. Hoffmann, Oberarzt: Yannik Mitzloff
Britta Sägebein, Assistenzärztin: Fabienne Schumann
Dr. Sommer, Notarzt: N.N.
Oberschwester Hildegard: Katja Bichel
Schwester Ingrid: Lisa Eschenbrenner
Lernschwester Melanie: Patricia Ewers
Schwesternhelferin Rosy: Luisa Wendt
Schwesternhelferinnenanwärterin Martha: Vanessa Wiese
Schwesternhelferinnenanwärterin auf Probe Johanna: Fenja Schmitz
Pfleger Erwin: Tim Böckenhauer
Auswerter: Christopher E.
In der Schule
Schulleiterin Dr. Sieglinde Kogler: Lea Sophie Arndt
Schuloberaufsichtsamtsrätin Britta Pieper-Einmal: Lena Fisse
Schulelternbeiratsvorsitzende Anna-Louisa Wöllner-Rathenbach: Larissa Lorenzen
Deutschlehrerin Heidrun Schulze: Larissa Höftmann
Mathelehrer Norbert Kröger: Jannick Schütt
Erdkundelehrer Stüber: Tyko Hansteen
junger Auswerter: Juri Kandzora
weitere Rollen
Kundinnen im Reformhaus: Sina Henningsen, Louise Grümmer, Larissa Zimmer, Lena Marie Schulz-Hildebrandt
Kundin im Sanitätshaus: Sophie Brettschneider
Sanitäter: Kim-Alexander Lemburg, Dominic Grosnick
Kellner: Jannek Petersen a.G.
Besetzungsgruppe B (Premiere und dritte Aufführung):
Familie Kramer (Sanitätshaus)
Ellen Kramer: Anna-Lena Kersten
Martin Kramer: Marcel Schrader
Marie-Jo Kramer: Katja Lietzau
Dustin Kramer: Fabian Mahlo
Familie Kruse (Reformhaus)
Ellen Kruse: Anika Scholtz
Bernd Kruse: Dominik Hötte
Wiebke Kruse: Johanna Rickert
Hanno Kruse: Laurits Penske
Im Krankenhaus
Verwaltungsleiter Hannes Stuckenbrock: Mark Christoph Klee
Dr. Hoffmann, Oberarzt: Moritz Rönnau
Britta Sägebein, Assistenzärztin: Lisa Bahr
Dr. Sommer, Notarzt: Lukas Ebersbach
Oberschwester Hildegard: Marieke Wessel
Schwester Ingrid: Janine Sellke
Lernschwester Melanie: Maggie Szatraij
Schwesternhelferin Rosy: Jelena Schröder
Schwesternhelferinnenanwärterin Martha: Carolin Feß
Schwesternhelferinnenanwärterin auf Probe Johanna: Gizem Aksac
Pfleger Erwin: Andreas Görgen
Auswerter: Felix Hartmann
In der Schule
Schulleiterin Dr. Sieglinde Kogler: Jessica Harich
Schuloberaufsichtsamtsrätin Britta Pieper-Einmal: Hanna Schroeder
Schulelternbeiratsvorsitzende Anna-Louisa Wöllner-Rathenbach: Annika Franzen
Deutschlehrerin Heidrun Schulze: Lena Janert
Mathelehrer Norbert Kröger: Alexander Lucht
Erdkundelehrer Stüber: Jan Henrik Thedinga
junger Auswerter: Juri Kandzora
weitere Rollen
Kundinnen im Reformhaus: Sina Henningsen, Louise Grümmer, Larissa Zimmer, Lena Marie Schulz-Hildebrandt
Kundin im Sanitätshaus: Sophie Brettschneider
Sanitäter: Kim-Alexander Lemburg, Dominic Grosnick
Kellner: Jannek Petersen a.G.