Aufführungstermine :
Montag, 07. Juli 2008
Dienstag, 08. Juli 2008
Donnerstag, 10. Juli 2008
Freitag, 11. Juli 2008
Zur Entstehung
Nach unserer letzten Produktion im Oktober 2007 waren wir auf der Suche nach einem neuen Thema. Improvisationen ergaben schnell: eine Liebesgeschichte sollte es sein. Die erste Skizze wurde formuliert: Zwei Jugendliche unterschiedlicher Religion oder Herkunft verlieben sich, aber sie dürfen nicht zusammen sein. Deswegen treffen sie sich heimlich und kommen sich näher. Doch die Liebe, die den Konflikt zwischen den Religionen/Ethnien zumindest im Privaten befrieden könnte, scheitert.
Nach längerer Suche fiel unsere Wahl auf "Die Familie Schroffenstein" von Heinrich von Kleist aus dem Jahre 1803. Uns interessierte besonders die Frage: Kann Liebe dem Hass und Vorurteil wirksam entgegentreten und eine neue Perspektive eröffnen? Mit dieser Frage war zudem das Thema "Gewalt und deren Eskalation" einbezogen, das uns ebenfalls beschäftigte. Kleists Drama wurde also unsere Vorlage und von uns in einem vier- bis fünfmonatigen Prozess stark bearbeitet. Wir haben radikal gestrichen, Textbereiche umgestellt, zu Themen improvisiert, eigene Texte geschrieben oder Fremdtexte eingefügt. Auf diese Weise haben wir uns den Stoff anverwandelt und Kleists Drama auf ca. 70 Minuten Spielzeit gekürzt. Im Mai war das Textbuch fertig und wir begannen mit den intensiven Stückproben.
Zum Inhalt
Agnes aus Warwand und Ottokar aus Rossitz. Sie liebt ihn und er liebt sie. Eigentlich stünde ihrer Liebe nichts im Wege, wenn nicht ihre Familien seit jeher verfeindet wären. Ein Erbvertrag, zwei Häuser, eine Familie. Stirbt der eine Teil aus, so weist ein Erbvertrag aus alter Zeit seinen Besitz der überlebenden Familie zu. Fast alle Beteiligten befinden sich in einem Zustand des Misstrauens der anderen Familie gegenüber: Verdächtigungen, Sprachlosigkeit, Missverständnisse, Fehlurteile prägen das Verhältnis und sind mit verantwortlich dafür, dass es zerrüttet ist.
Da wird Peter, der jüngste Sohn Ruperts und Eustaches aus Rossitz tot aufgefunden. Unfall oder Mord? Der Verdacht fällt auf den rivalisierenden Clan aus Warwand. Die Lage spitzt sich zu, als dort ein Bote aus Rossitz von der aufgebrachten Menge ermordet wird.. Zwischen beiden Häusern herrscht schließlich Krieg, nachdem auch der Vermittlungsver-such mit der Ermordung der Vermittler scheitert. Das Vor-Urteil aus Misstrauen bestimmt das gesamte Theaterstück. Nur dem Liebespaar Agnes von Warwand und Ottokar von Rossitz gelingt schließlich die Überwindung dieses Misstrauens. Also könnte einzig die Liebe die versöhnende Kraft sein.
Die Rollen und ihre Darsteller


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Bilder zum Stück











