Theater-AG Mittelstufe

"Bang Bang - und du bist tot"

Die Aufführungstermine waren am
Mittwoch, 24. Juni 2009
Donnerstag, 25. Juni 2009
Freitag, 26. Juni 2009
jeweils umd 20.00h in der Aula der Holstenschule.

Szenenfotos





Zum Stück:
Zur Entstehung: Bei der Suche nach einem neuen Thema ergaben die ersten Improvisationen im Oktober 2008, dass dieses Mal ein Thema im Mittelpunkt stehen sollte, das bereits seit drei Jahren immer wieder von AG-Mitgliedern aufgeworfen und diskutiert wurde: ein Amoklauf. Wir entschieden uns für "Bang Bang - you're dead" von William Mastrosimone (1999) als Vorlage. Das bedeutet, dass wir die amerikanische Fassung nicht einfach übersetzten, sondern vielmehr adaptierten. Der Prozess dieser Übertragung war intensiv, spannend und von vielen Diskussionen begleitet. Wir woll(t)en ein Stück inszenieren, das mit unserer Lebenswelt verknüpft und uns sehr nah ist, aber wir woll(t)en kein Betroffenheitstheater. Also haben wir haben viel improvisiert und experimentiert, radikal gestrichen, Textteile neu formuliert, Entwürfe wieder verworfen ... und dann holte uns mit dem Amoklauf in Winnenden die Realität ein. - Lange haben wir diskutiert, ob wir unser Projekt fortsetzen und zur Aufführung bringen können. Dass wir uns für eine Fortsetzung entschieden haben, ist nicht zuletzt in unserer Intention begründet, der Verdrängung entgegenzuwirken, die dem Aufschrei des Entsetzens nach einem Amoklauf häufig folgt. Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung kritisiert werden kann. Doch wir meinen, dass wir mit unserer Inszenierung eine Form gefunden haben, die eine Darstellung erlaubt: Bereits die Textvorlage schafft mit ihren oft motivisch wiederholten kurzen Sätzen eine Abstraktion, die unserer Meinung nach ein Gegengewicht zur emotionalen Tiefe des Dramas bildet. Die von uns gewählten theatralen Mittel bewirken eine Stilisierung und Rhythmisierung, womit wir dem sehr realen Thema eine verfremdende Darstellungsform entgegensetzen.

Eine abschließende Antwort auf die Frage, wer nun an dem Amoklauf Schuld habe, kann und soll unser Stück nicht liefern. Die Qualität der Vorlage von Mastrosimone liegt unseres Erachtens gerade darin, dass nicht auf ein Phänomen (Gruppenzwang und Ausgrenzung, Schuldruck, Computerspiele, überforderte Eltern usw.) der klagende Finger gerichtet wird, sondern die Vielschichtigkeit sich bedingender Faktoren und die Unumkehrbarkeit der Tat fokussiert werden.


Zum Inhalt
Im Mittelpunkt steht der Amokläufer Max, ein ganz normaler, unscheinbarer Schüler, bis er das Unaussprechliche tut: er erschießt sieben Menschen, davon fünf MitschülerInnen. Der Albtraum setzt sich fort: im Gefängnis verfolgen ihn die toten Jugendlichen und zwingen ihm Erinnerungen an die Tage und Wochen vor der Tat auf - und haben doch nur eine Frage: "Warum?".



Bilder zum Stück:

001 002 003 004 005
006 007 008 009 010
011 012 013 014 015
016 017 018 019 020










ZURÜCK zur Übersicht 'Mittelstufe'