THEATER-AG DER OBERSTUFE

Im Schuljahr 2003/2004 spielte die Theater-AG der Oberstufe


Faust I

von J.W. Goethe

Der Holsteinische Courier schrieb am 16.06.04 hierzu:


Einen Kurzbericht der Kieler Nachrichten als PDF gibt es hier.

Hier gibt es einige Fotos von der Probenfreizeit.




Die Rollen und ihre Besetzung:

Faust: Hanno Michel

Mephisto: Steffen Hilke

Gretchen: Johanna Riepen/Lonny Achterberg

Marthe: Rebecca Krüger/Jana Schwarzkopf

Wagner: Sebastian Teichelmann

Schüler: Henning Börstinger

Valentin: Bastian Probst

Hexe: Sara Jones

Lieschen: May Aabakke

Engel: Isabell Zeidler/Jana Schwarzkopf/Rebecca Krüger
Johanna Riepen/Lonny Achterberg

Erdgeist: Henning Börstinger

Gott: Bastian Probst






Unsere Theater-AG bestand im Schuljahr 2003/2004 aus sieben Schülerinnen und fünf Schülern der Jahrgänge 11-13.

Nach vielen Theaterübungen und einigen Überlegungen, welches Stück wir in diesem Jahr auf die Bühne bringen wollten, fiel unsere Wahl auf Goethes "Faust", den die meisten im Deutschunterricht kennen- und schätzen gelernt hatten. Uns war bald klar: Dieser "Klassiker" bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten bei der Darstellung der Figuren aber auch im Hinblick auf den Einsatz von Musik, Tanz und Licht. Er fordert jedoch auch zum "gnadenlosen" Kürzen des ursprünglich sehr umfangreichen Textes auf! Dabei sind wir immer mutiger geworden, wollten wir doch kein vierstündiges Schauspiel auf die Bühne bringen!

Entstanden ist eine kompakte und auch für "Neueinsteiger" verständliche Fassung, die unseren Zuschauern hoffentlich ein "teuflisches" Vergnügen bereitet...





Wir erzählen die Geschichte von Faust, einem in die Jahre gekommenen Wissenschaftler, der schon lange verzweifelt versucht, in die letzten Geheimnisse der Natur und des menschlichen Lebens einzudringen. Als er erkennt, dass ihm dies nicht gelingen wird, da die menschliche Erkenntnis begrenzt ist, will er freiwillig aus dem Leben scheiden. Aber das Läuten der Kirchenglocken zu Ostern hält ihn von diesem letzten Schritt ab.

Von seinem "Osterspaziergang" bringt Faust einen Pudel mit nach Hause, der sich als verkleideter Teufel (Mephisto) entpuppt. Dieser bietet Faust einen verhängnisvollen Pakt an: Sollte der vergeblich um Erkenntnis ringende Faust jemals einen Moment der Zufriedenheit erleben, dann gehört seine Seele dem Teufel. Als Gegenleistung verspricht Mephisto Faust mit seinen übermenschlichen Kräften bei all seinen Unternehmungen zu dienen.

So lässt er Faust von einer Hexe ein Zaubermittel verabreichen, das ihn nicht nur jung, sondern auch verliebt machen soll. Die Wirkung tritt prompt ein: Als Faust Gretchen erblickt, setzt er sofort Himmel und - vor allem - Hölle in Bewegung, um der jungen Frau näher zu kommen. Mephisto gelingt es, ein Treffen zwischen Faust und Gretchen zu arrangieren. Ihre Begegnung bleibt nicht ohne Folgen...

Dieses Theaterstück zeigt, wie das Böse versucht, einen ursprünglich "guten" Menschen in seinen Bann zu ziehen, es handelt von Übersinnlichem und Magie, von einer erbarmungslosen Gesellschaft, die an starren Normen festhält und dabei die Menschlichkeit vergisst. Es ist aber auch die Geschichte einer jungen Frau, die zu echten und intensiven Gefühlen fähig ist, völlig aus der Bahn geworfen wird und trotz allem versucht sich selber treu zu bleiben.

Christiane Schulte-Niehus (Spielleiterin der Oberstufen-Theater AG der Holstenschule)



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